Online-Glücksspiel soll Spass machen – nicht zur Belastung werden. Diese Seite erklärt, wie Sie sicher und bewusst spielen, welche Schutzmassnahmen lizenzierte Schweizer Online-Casinos bieten und wo Sie im Problemfall Unterstützung finden.
Was bedeutet problematisches Spielverhalten?
Von problematischem Spielen spricht man, wenn das Glücksspiel die Kontrolle über Zeit, Geld und Prioritäten beeinflusst. Betroffene spielen weiter, obwohl das Verhalten negative Folgen hat. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft pathologisches Glücksspiel als psychische Erkrankung ein.
Mögliche Auslöser
- Stress, Depression oder Angststörungen
- Konflikte in Familie oder Beruf
- Finanzielle Schwierigkeiten oder Schulden
- Geringes Selbstwertgefühl, Impulsivität
Frühe Warnzeichen
- Häufige Gedanken an das nächste Spiel oder Gewinne
- Steigende Einsätze oder längere Spielzeiten
- Spielen zur Flucht vor Sorgen oder negativen Gefühlen
- Verheimlichen von Einsätzen oder Spielverhalten
Selbsttest: Spielen Sie noch verantwortungsvoll?
Beantworten Sie folgende Fragen ehrlich mit „Ja“ oder „Nein“. Mehrere Ja-Antworten können auf ein riskantes Spielverhalten hinweisen.
- Erhöhen Sie Ihre Einsätze, um den gleichen Nervenkitzel zu spüren?
- Fühlen Sie Unruhe, wenn Sie nicht spielen können?
- Haben Sie erfolglos versucht, weniger zu spielen?
- Spielen Sie, um Stress oder Probleme zu vergessen?
- Versuchen Sie, Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen?
- Gab es Konflikte oder finanzielle Probleme wegen des Spielens?
Schutzmassnahmen bei Schweizer Online-Casinos
Alle lizenzierten Anbieter in der Schweiz sind verpflichtet, Spielerschutz ernst zu nehmen. Sie können in Ihrem Konto folgende Grenzen festlegen:
- Einzahlungslimit: Begrenzen Sie den Betrag, den Sie einzahlen können.
- Einsatzlimit: Legen Sie fest, wie viel Sie pro Tag oder Woche setzen dürfen.
- Verlustlimit: Stoppt das Spiel automatisch, wenn ein Verlustbetrag erreicht ist.
- Zeitsperre: Erinnerungen und Pausen zur Kontrolle der Spielzeit.
- Selbstsperre: Temporäre oder dauerhafte Sperrung Ihres Kontos auf Wunsch.
Selbstsperre und ihre Wirkung
Wenn Sie sich selbst sperren lassen, werden Sie automatisch vom Spielbetrieb ausgeschlossen – auch bei anderen lizenzierten Anbietern. Die Sperre kann nach einer Mindestzeit aufgehoben werden, sobald die Voraussetzungen geprüft wurden.
Hilfsangebote in der Schweiz
Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Spielverhalten machen, holen Sie sich frühzeitig Rat. Diese Organisationen bieten kostenlose und vertrauliche Unterstützung:
- Sucht Schweiz – Information und Prävention
- SafeZone – Online-Beratung
- SOS-Spielsucht – Sensibilisierung & Hilfe
- Suchtindex CH – Regionale Beratungsstellen
Fünf einfache Regeln für gesundes Spielen
- Setzen Sie nur Geld ein, das Sie entbehren können.
- Legen Sie ein Zeitlimit fest und halten Sie Pausen ein.
- Spielen Sie nur bei Anbietern mit Schweizer Lizenz.
- Akzeptieren Sie Verluste als Teil des Spiels.
- Vermeiden Sie das Spielen bei Stress, Ärger oder Traurigkeit.
FAQ
Ist Online-Glücksspiel in der Schweiz erlaubt?
Ja, aber nur bei Anbietern mit einer Konzession der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK). Diese garantieren fairen und sicheren Spielbetrieb.
Wie setze ich Limits?
Im Spielerkonto finden Sie die Rubrik „Limits“ oder „Verantwortungsvolles Spielen“. Dort können Sie Einsatz-, Einzahlungs- oder Verlustgrenzen festlegen.
Wie beantrage ich eine Selbstsperre?
Kontaktieren Sie den Kundendienst oder füllen Sie das Formular zur Spielersperre aus. Nach Bestätigung wird Ihr Konto deaktiviert.
Wo erhalte ich Hilfe?
Bei Sucht Schweiz, SafeZone, SOS-Spielsucht oder einer kantonalen Fachstelle. Alle Beratungen sind anonym und kostenlos.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Wenden Sie sich bei Bedarf an Fachstellen oder Ihren Arzt.